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Experimentelle und Klinische Endokrinologie


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Übersicht
Prof. Dr. med. Georg Brabant
Prof. Dr. med.
Georg Brabant

Bereichsleiter
Exp. Endokrinologie

Prof. Dr. med. Sebastian Schmid
Prof. Dr. med.
Sebastian Schmid

Bereichsleiter

Dr. med. Dr. jur. Birgit Harbeck
Dr. med. Dr. jur.
Birgit Harbeck

Oberärztin


       

Die Endokrinologie beschäftigt sich mit der Steuerung von Hormonen des Körpers, die von den endokrinen Drüsen des Körpers freigesetzt werden. Hormone sind entscheidende Informationsträger, die eine normale Funktion aller Körperorgane ermöglichen und wesentlich zu unserem Wohlbefinden beitragen. Hormonstörungen spielen bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine Rolle, beispielsweise bei Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Osteoporose, Erkrankungen von Nebennieren, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Hirnanhangsdrüse, bei Störungen des Körperwachstums oder der Fortpflanzung.

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Leistungsspektrum

  Schilddrüsenerkrankungen
  Osteoporose und Knochenerkrankungen
  Endokrin bedingter Hypertonus
  Nebennierenerkrankungen
  Störungen der Sexualfunktion und Fertilität
  Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse
  Neuroendokrine Tumore (NET)

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Schilddrüsenerkrankungen

Ein Schwerpunkt unserer Betreuung ist die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Dies gilt sowohl für Störungen der Schilddrüsenfunktion als auch des Schilddrüsenwachstums, das wir mittels Ultraschall und ggf. Feinnadelpunktion untersuchen. Wir können durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Schilddrüsenzentrum am Campus Lübeck eine besonders erfolgreiche und gezielte Therapie bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen anbieten. Dies umfasst folgende Erkrankungen:

  Abklärung unklarer Schilddrüsenknoten
  Struma (Kropf)
  Jodmangel
  Schilddrüsenkrebs
  C-Zell-Karzinome (einschließlich der genetischen Untersuchungen von Angehörigen
      in Zusammenarbeit mit unserer Humangenetik)
  Schilddrüsenentzündungen
  Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse
  Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
  Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse
  Feinnadelpunktionen von Schilddrüsenknoten durch erfahrene Hormonspezialisten
  Gewebeuntersuchungen durch unser pathologisches Institut
  Schilddrüsenszintigraphie in Zusammenarbeit mit der nuklearmedizinischen Abteilung
  Durchführung von Radiojodtherapien in Zusammenarbeit mit der nuklearmedizinischen Abteilung
  Durchführung von Schilddrüsenoperationen in Zusammenarbeit mit unserer chirurgischen Abteilung
  Enge Interaktion mit dem Kinderwunschzentrum der Frauen- und Kinderklinik bei Problemen
      während der Schwangerschaft
  Enge Zusammenarbeit mit der Augenklinik bei Problemen des Morbus Basedow, Exophthalmus
      und erhöhtem Augendruck

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Osteoporose und Knochenerkrankungen

Hormone steuern den Knochenstoffwechsel. Störungen äußern sich in Krankheitsbildern, wie
  Osteoporose
  erniedrigte oder erhöhte Kalziumspiegel im Blut
  Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen
  Vitamin D-Mangel

Unsere Abteilung bietet eine umfassende und kompetente Abklärung von Knochenerkrankungen. Es gibt viele hormonelle Ursachen, die für einen gestörten Knochenstoffwechsel verantwortlich sein können. So führt eine Erniedrigung von Sexualhormonen bei Frau wie Mann zu einer Osteoporose. Auch entzündliche Erkrankungen, wie eine rheumatische Erkrankung und deren Behandlung, beispielsweise mit Cortison, können eine Osteoporose auslösen.

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Endokrin bedingter Hypertonus

Bluthochdruckerkrankungen sind insbesondere mit zunehmendem Alter sehr häufig und betreffen 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen. Er kann unbehandelt zu Schäden an den Gefäßen führen. Die meisten Ursachen des Bluthochdrucks sind nicht in ihrer Ursache bekannt und können daher nicht beseitigt werden. Die Konsequenz ist eine lebenslange Einnahme von Medikamenten zur Senkung des Bluthochdrucks. Bei einer kleinen Gruppe von bis zu 10 bis 15 Prozent der Patienten mit Bluthochdruck lässt sich allerdings eine hormonelle Ursache abklären. Dies ist von großer Bedeutung, da diese Patienten gezielt therapiert und dadurch der Bluthochdruck im Einzelfall langfristig beseitigt werden kann. Daher sollte bei neu aufgetretenem Bluthochdruck einmalig eine Hormondiagnostik durchgeführt werden, um Bluthochdruckformen, welche auf hormonellen Ursachen beruhen, frühzeitig zu erkennen und möglicherweise eine unnötige Tabletteneinnahme zu vermeiden. Unsere Klinik bietet eine umfassende Diagnostik des Bluthochdrucks mit den spezialisierten Hormonuntersuchungen, aber auch einer 24-Stunden-Blutdruckmessung an. Wir kooperieren hier eng mit anderen Abteilungen, wie unseren kardiologischen Kollegen.

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Nebennierenerkrankungen

In den Nebennieren werden wichtige Hormone des Körpers produziert. In der Nebennierenrinde wird das Mineralocorticoid Aldosteron gebildet, welches die Natrium- und Wasserresorption in der Niere reguliert und für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks wichtig ist. Ebenfalls in der Rinde wird Cortisol, ein Stresshormon gebildet, welches zum Überleben unabdingbar ist und die Leistungsfähigkeit sowie die Energiebereitschaft sichert.

Im menschlichen Nebennierenmark werden Adrenalin und Noradrenalin gebildet, die ebenfalls in Stresssituationen von Bedeutung sind und Blutdruck, Pulsfrequenz, aber auch den Blutzuckergehalt steuern.

Veränderungen der Nebennierenfunktion können bei entzündlichen, tumorösen oder genetischen Erkrankungen auftreten. Es ist wichtig, diese Veränderungen abzugrenzen gegenüber zufällig entdeckten Nebennierentumoren, die durch die Verbesserung der bildgebenden Verfahren zunehmend gesehen werden. Diese so genannten Inzidentalome sollten vom Hormonspezialisten zunächst abgeklärt und kontrolliert werden. Dies ist besonders wichtig, da in seltenen Fällen auch bösartige Tumore der Nebenniere entstehen können. Unser Zentrum ist schwerpunktmäßig für die Behandlung von Patienten mit Nebennierenkarzinomen und bösartigen Phäochromozytomen (ungeregelte Freistzung von Katecholaminen, d.h. Adrenalin und Noradrenalin) zuständig.

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Störungen der Sexualfunktion und Fertilität

Störungen der Gonadenfunktion mit Änderung der Bildung von Sexualhormonen bei Mann und Frau sind häufig. Sie äußern sich bei Frauen in Störungen der Regelblutungen und werden deshalb oft auch vom Gynäkologen entdeckt. Bei Kindern aber auch Erwachsenen spielen genetische Defekte, wie das adrenogenitale Syndrom, Veränderungen der Hirnanhangsdrüse und Veränderungen der Ovarien bzw. Hoden selbst eine wichtige Rolle. Bei Männern werden aufgrund des schleichenden Beginns häufig die Ursachen später entdeckt. Unsere Klinik bietet eine breite Abklärung dieser Störungen und gezielte Behandlungen an.

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Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse

Da Hormone der Hirnanhangsdrüse vor allem durch Tumore oder entzündliche Prozesse gestört werden, wird eine Vielzahl von Krankheitsbildern beobachtet. Am häufigsten sind Ausfälle der Hormone der Hirnanhangsdrüse, die zu Ausfällen auch peripherer Hormonsteuerung führen können, wie Ausfall des Wachstumshormons, der Sexualhormone bei Mann und Frau, der Nebennierenfunktion oder der Schilddrüsenfunktion. Andererseits können Tumore der Hirnanhangsdrüse zu einer Mehrbildung von Hormonen führen. Bei einem Prolaktinom kommt es ebenfalls zu Störungen der Sexualfunktion. Es kann zu Ausfluss aus der Brust (Galaktorrhoe) führen. Wird eine erhöhte Menge des Hormons produziert, das die Nebenniere stimuliert (ACTH), kann ein so genannter Morbus Cushing entstehen. Wird zu viel Wachstumshormon produziert, entsteht das Krankheitsbild der Akromegalie. Andere Hormonstörungen der Hypophyse sind selten.

In unserer Klinik werden sämtliche dieser Krankheitsbilder diagnostiziert und behandelt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie.

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Neuroendokrine Tumore (NET)

Die Bezeichnung "neuroendokriner Tumor" (NET) stammt aus der Beobachtung, dass diese Tumorzellen Ähnlichkeiten mit Nervenzellen, aber auch mit endokrinen Zellen aufweisen. Einige dieser Tumoren produzieren Hormone oder andere Botenstoffe und können deshalb typische Symptome verursachen, wie zum Beispiel Durchfall, Hitzegefühle oder Unterzuckerungen.

Sie werden als "funktionelle" neuroendokrine Tumoren bezeichnet und von den "nicht-funktionellen" Tumoren abgegrenzt, die gleichwohl auch Hormone produzieren können, aber nicht in einem Ausmaß, welches zu Symptomen führt. NETs können überall im Körper vorkommen, werden aber vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gefunden (GEP-NETs, gastroenteropankreatische NETs).

In Schleswig-Holstein ist inkl. der funktionellen nicht-aktiven neuroendokrinen Tumoren mit etwa 40 bis 50 Neuerkrankungen pro Jahr zu rechnen. Deshalb ist es wichtig, dass die betroffenen Patienten in Zentren betreut werden, die über ausreichende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen verfügen.

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Endokrinologische Ambulanz

Informationen zu unserer Ambulanz finden Sie hier.



Station 43b

Informationen zu unserer Station 43b finden Sie hier.



Forschung

Informationen zu unserer Forschung finden Sie hier.
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Medizinische Klinik I
Experimentelle und Klinische Endokrinologie
Ratzeburger Allee 160
Zentralklinikum (Haus 40)
23538 Lübeck
Anfahrt und Lage

Bereichsleitung
Prof. Dr. med. Sebastian Schmid

Sekretariat
Frau Betina Fink
Tel.: 0451 500-6478
Fax: 0451 500-4807
betina.fink@uksh.de

Oberärztin
Dr. med. Dr. jur. Birgit Harbeck